Der Tag beginnt wie der gestrige mit einer Fahrt zur One Lane Bridge über den Dart River. Heute aber biege ich an ihrem Ende nicht zum Routeburn ab, sondern fahre weiter in Richtung Kinloch und weiter zum Greenstone Car Park.

Anfahrt zum Start des Tracks

Nur wenig hinter der Brücke steht eine Anhalterin, die ich einsammle. Auf der weiteren Fahrt bis zum Ende der Straße kommen wir noch an einer ganzen Reihe weiterer Anhalter vorbei, aber da ich nur eine Person mitnehmen kann – es gibt ja keine Rückbank in diesem Auto –, muss ich die leider zu Fuß weitergehen lassen. Etliche von denen machen den Through-Hike Te Araroa, eine Wanderung von Cape Reinga an der Nordspitze Neuseelands bis nach Bluff ganz im Süden. Die Strecke von Queenstown zum Beginn des Greenstone Track darf man laut den „Spielregeln“ mit Hilfsmitteln, also zum Beispiel per Anhalter, zurücklegen.

Die Strecke bis Kinloch ist noch eine recht harmlose Schotterpiste. Interessant wird es danach, denn es gibt drei Furten zu durchqueren – eine davon ist derzeit trocken, aber die beiden anderen führen Wasser. Nach kräftigen Regenfällen hätte ich hier mit diesem Auto wohl kaum eine Chance, aber so geht es, wobei man recht vorsichtig fahren muss, weil dagegen selbst eine Schotterpiste ein glatter Fahrbahnbelag ist. Am Parkplatz angekommen mache ich mich auf den Weg, das heißt auf den Anfang des Greenstone Tracks. Den bin ich 1999 mit Kikmann zusammen in drei Tagen bis zur Divide gegangen, aber heute habe ich wieder nur eine Tageswanderung vor, nämlich den Lake Rere Track. Dieser ist zu Beginn mit dem Greenstone Track identisch.

Greenstone River

Tatsächlich ist auf dem ersten Stück noch ein dritter Wanderweg identisch mit diesen beiden, nämlich der Caples Track. Dieser wird gerne mit dem Greenstone Track zu einer viertägigen Rundwanderung verknüpft, was ich auch ins Auge gefasst, mich letztlich aber doch dagegen entschieden habe. Recht bald ist der Punkt erreicht, an dem der Caples River in den Greenstone mündet; dort zweigt der Wanderweg dann entsprechend ab und führt zunächst durch ein weites Tal und dann über einen Pass, auf dessen anderer Seite dann wieder der Greenstone Track erreicht wird. Ich folge noch ein wenig weiter dem letzteren, bevor von diesem dann der Lake Rere Track abweicht.

Caples Valley

Die weitere Wanderung ist schön, aber bei weitem nicht so interessant wie noch die gestrige. Das hatte ich auch nicht erwartet, hatte dafür aber hier – wo ich auf dem eigentlichen Lake Rere Track niemandem begegne – auf etwas mehr Vogelwelt gehofft, denn auf den bisherigen Wanderungen waren zwar immer wieder Vögel zu hören und zu sehen, aber nach meinem Eindruck eher weniger als ich das von früher her kenne. Das mag aber daran liegen, dass ich damals auch in anderen Gegenden unterwegs war. Leider ist aber auch hier nicht viel im Wald los, so dass ich den heutigen Tag unter „nett“ verbuchen würde.

Lake Rere

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