Für die Nacht hatte ich mich auf dem Campingplatz an der Glendhu Bay einquartiert. Mein Stellplatz lag praktisch direkt am See – nur eine Baumreihe trennte mich vom (Kies-) Strand. In der Nacht gab es wieder einmal einen tollen Sternenhimmel zu sehen und am nächsten Morgen wache ich bei strahlend blauem Himmel auf, der zu einer weiteren kleinen Wanderung einlädt, bevor ich mich auf den Weg in Richtung Westküste mache.

Natürlich schaue ich bei diesem Wetter als allererstes bei „meinem“ Strand vorbei – es sind ja nur ein paar Meter bis dorthin. Und in der Morgensonne ist die Aussicht auf das gegenüberliegende Seeufer einfach nur schön, zumal auch der See nur ganz schwache Wellen hat. Ganz in der Ferne schaut der Mount Aspiring über die Hügel. In dem nach ihm benannten Nationalpark kann man sehr viele Wanderungen machen, darunter vor allem viele Mehrtageswanderungen, die aber zum größten Teil jenseits von dem liegen, was ich mir zutraue.

Lake Wanaka am Morgen; Blick von der Glendhu Bay

Für mich geht es auf eine kurze Wanderung, die aber durchaus ein paar Höhenmeter mit sich bringt. Der Startpunkt der Wanderung ist von der Glendhu Bay schnell erreicht. Dann geht es wieder einmal bergauf, aber durchaus gemäßigt und auch nicht allzu weit, wobei es einige schöne Aussichten gibt, bevor dann der erste eigentliche Aussichtspunkt erreicht ist, wo einem der Diamond Lake zu Füßen liegt und man in der Ferne noch die Straße erkennen kann, die von Wanaka aus hierher führt.

Diamond Lake

Von dort führt der Weg noch ein Stück weiter aufwärts, bis man auf der Spitze eines Hügels steht, von dem aus man nun einen schönen Blick in die entgegengesetzte Richtung hat, nämlich auf den Lake Wanaka. Das Licht steht um diese Zeit – es ist etwa 13 Uhr – sehr günstig für Fotos in diese Richtung. Nachdem ich einige Bilder, unter anderem ein Panorama, gemacht habe, begebe ich mich auf den Rückweg. Es gäbe noch die Möglichkeit, weiter nach oben auf den Rocky Mountain zu gehen, wo man möglicherweise weitere schöne Aussichten hätte, aber ich will heute noch weiter.

Lake Wanaka Lookout

Nach einem Zwischenstopp in Wanaka, wo ich mir einen Lamb and Mint Pie beim angeblich besten Pie-Dealer von Wanaka sowie wieder einmal ein Eis von Patagonia (sie haben wohl vier Läden, das ist nun der dritte, den ich besuche) gönne, geht es auf die Straße in Richtung Haast Pass, die dann weiter an die Westküste führt. Diese führt zunächst weg vom Lake Wanaka zum östlich benachbarten Lake Hawea, dessen westlichem Ufer die Straße mit tollen Ausblicken bei bestem Wetter und einem spiegelglatten See folgt.

Lake Hawea

Im nördlichen Teil des Lake Hawea biegt die Straße dann von diesem ab und führt über eine kleine Anhöhe namens The Neck an den Lake Wanaka zurück, dessen östlichem Seeufer die Straße bis zu dessen Ende folgt. Dort mündet der Makarora River in den See und auch diesem folge ich noch ein Stück bis zum „Ort“ Makarora, wo ich auch vor 30 Jahren meine in Wanaka gestartete Radetappe beendet habe – damals allerdings im Gegensatz zu heute in starkem Regen und bei heftigem Wind.

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