Fahrt nach Hokitika
Heute geht es ein Stückchen weiter an der Westküste entlang bis zum letzten Ort, den ich mir für diese Reise hier vorgenommen habe: Hokitika. Mit fast 3500 Einwohnern ist das schon ein richtig großer Ort für den südlichen Teil der Westküste. Die ganze Gegend hier hat in den 1860er Jahren einen Goldrausch erlebt; damals gehörten diese Orte zu den größten in Neuseeland, oft aber nur für zwei oder drei Jahre, bis die Goldsucher weiterzogen.
Der Tag beginnt mit einem letzten Spaziergang in der Nähe von Okarito, dem Pakihi Walk. Von dort oben hat man einen schönen Ausblick, der Weg führt wieder einmal durch einen schönen Wald und unterwegs und dort oben sind eine Menge Vögel unterwegs. Mir ist gestern gesagt worden, dass hier auch Kakariki unterwegs seien, aber leider sehe ich keinen – ich habe sie bisher nur in Gefangenschaft beobachten können.

Der nächste Ort, durch den ich komme, ist Ross. Auch dies ist eine ehemalige Goldgräberstadt, die einmal erheblich größer war und noch deutlich größer geplant war. Während das meiste Gold in der Region aus Flüssen gewonnen wurde und das auch in Ross den Anfang der Geschichte darstellt, wurden hier später auch andere Methoden des Abbaus in großem Stil eingesetzt – zuletzt noch vor gut 50 Jahren. Eine der dabei entstandenen Gruben ist unweit des Museums zu sehen. Und es könnte sein, dass die Goldabbau weitergeht, denn der Ort scheint auf recht großen Reserven zu sitzen. Bisher lohnte sich deren Abbau nicht, aber das könnte sich ändern.

Wenige Kilometer vor Hokitika biege ich dann noch einmal vom Highway ab, um zum Treetop Walk in der Nähe zu gelangen. Diesen hatte ich vor 13 Jahren, kurz nachdem er eröffnet wurde, besucht. Das möchte ich nun wiederholen, da man dort wirklich sehr schön zwischen den Baumwipfeln entlang geht und dabei auch nach unten sowie in die Ferne einige schöne Ausblicke hat.

Dann aber geht es weiter an den Zielort der heutigen Etappe. Hokitika war während des Goldrauschs der wichtigste Hafen, über den die Goldsucher an die Westküste kamen und über den sie und das gefundene Gold die Westküste verließen. Hier blühte alles an Gewerbe, was man so brauchte – Hotels, Geschäfte, Banken. Der Roman „The Luminaries“ von Eleanor Catton (steht bei mir schon lange, immer noch ungelesen, im Regal) spielt hier in den 1860er Jahren (und auch die Miniserie, die einen Strang aus dem Buch erzählt).

