Auf geht’s
Am kommenden Montag geht es los:
EK 048 Frankfurt–Dubai
Abflug 16. Februar, 21:10
Ankunft 17. Februar, 06:40 (03:40 MEZ)
EK 412 Dubai–Christchurch
Abflug 17. Februar, 10:15 (07:15 MEZ)
Ankunft 18. Februar, 14:00 (02:00 MEZ)
Durch einen Klick auf die Flugnummer könnt Ihr Euch anzeigen lassen, wo sich das Flugzeug gerade befindet. Eine Zwischenlandung ohne Flugzeugwechsel lege ich in Sydney ein. Die Rückreise trete ich in Christchurch am 30. März nachmittags an und werde dann am 31. März am frühen Nachmittag in Frankfurt landen. Die Details zu den Flügen zurück erfahrt Ihr dann beizeiten hier.
Erstes Update: Der Weg bis Frankfurt Flughafen ist geschafft. Vor 30 Jahren trug einer meiner Tagebucheinträge (auch hier im Blog zu finden, auch wenn Blogs damals noch nicht erfunden waren) den Titel „Urlaub von Anfang an“ – was damals mal ein Werbespruch der Deutschen Bahn war und meine Erfahrungen mit der Anreise zum Flughafen (damals mit einem Fahrrad im Gepäck) nicht wirklich widerspiegelte. Heute ging es jedenfalls schon ab Paderborn mit 10 Minuten Verspätung los, die sich bis Kassel auf 15 Minuten nur leicht ausbauten. Dadurch hätte ich gerade so den Anschluss in Kassel nicht bekommen – wenn der nicht gleich 50 Minuten Verspätung gehabt hätte. So bin ich dann knapp eine Stunde später als geplant am Flughafen in Frankfurt angekommen.
Vorsichtshalber hatte ich allerdings ohnehin so geplant, dass ich selbst mit zwei Stunden Verspätung noch reichlich früh dran gewesen wäre – sische is sische, wie der Hesse sagt. Hier ging es dann mit dem Skytrain zum Terminal 2 und dann in den Bereich E, wo Emirates seine Check-in-Schalter hat. Ich hatte bereits online eingecheckt, musste also nur noch mein Gepäck dort abgeben. Auch die Schlange für den normalen Check-in war um diese frühe Zeit noch recht kurz; in der für die Online eingecheckten waren sogar nur ein Dutzend Leute vor mir. Durch die Passkontrolle für die Ausreise bin ich auch schon durch. So ging denn bis hierher alles schneller als gedacht und ich habe nun reichlich Zeit, die ich mir in der Leisure Zone vertreiben darf, bis ich durch die Security gehen werde und dann irgendwann das Gate öffnen wird.
Zweites Update: Ich bin gut und pünktlich in Dubai gelandet. Der sechseinhalbstündige Flug war ereignislos, wie man sich das wünscht. Nach dem Abendessen an Bord habe ich mir noch „Frost/Nixon“ angesehen – ein Film, den ich schon lange auf der Watchlist hatte. Danach habe ich noch ein bisschen geschlafen, bevor es dann noch einen Tee und etwas zum Knabbern zum Frühstück gab und wir dann im Morgengrauen gelandet sind. Im Concourse B ging es dann den recht langen Weg bis zur Security und von dort dann weiter mit dem Zug – der hier anders als in Frankfurt kein Skytrain, sondern eine Mini-U-Bahn ist, die die einzelnen Concourses miteinander verbindet.
Von der Landung bis zum Gate A3, wo nachher mein nächster Flug beladen wird, hat es etwa eine Stunde gedauert – Aussteigen aus dem gut gefüllten A380 inklusive. Nun bin ich bereits einmal den kompletten Concourse A von einem Ende bis zum anderen und wieder zurück gegangen, um mir ein wenig die Beine zu vertreten. Mit einem Cappuccino und Blick auf das Rollfeld, wo vor mir ein weiterer A380 steht, eben eine 777-300ER (mit der ich bei früheren Flügen nach Neuseeland unterwegs war) vorbeirollte und eine 747 Cargo – ein eher seltener Anblick.
Drittes Update: Ich bin in Sydney gelandet. Auch dieser Flug lief glatt, ist aber mit gut 13 Stunden Flugzeit natürlich sehr lang. Viel von der Zeit habe ich mit Gesprächen mit meinem Sitznachbarn Adrian, einem frisch gebackenen Arzt aus Freiburg verbracht. Er nutzt die Gelegenheit, bevor er nun einen Job antritt und sich zum Facharzt weiterbildet zu einem ausgedehnten Urlaub in Neuseeland und Australien. Da er zum ersten Mal nach Neuseeland fliegt, ist er recht froh über so einige Tipps, die ich ihm geben kann – ich hoffe, ich habe ihn nicht mit zu vielen davon erschlagen 😀
Das Essen an Bord ist wie immer gut – ich wähle ein leckeres Chicken Curry für das Abendessen. Zwischendurch werden gelegentlich auch Getränke vorbeigebracht und es gibt eine Mini-Pizza als „Mitternachts-Snack“, ohne dass es so etwas wie Mitternacht im eigentlichen Sinn auf diesem Flug gibt. Der Flug führt viele Stunden nur über den Ozean, in dem an einer Stelle einmal hübsche bewohnte Atolle zu sehen sind, es ansonsten aber wegen Dunkelheit oder eben einfach weil Ozean nichts zu sehen gibt. Die letzten drei Stunden geht es dann über den australischen Kontinent, wo das Frühstück gereicht wird.

Als wir auf Sydney und die dortige Landbahn zufliegen, beschleunigt der Pilot etwa einen Kilometer, bevor wir diese erreichen, noch einmal und startet durch – das habe ich auch noch nicht erlebt. In einem großen Bogen geht es dann noch einmal über die Vororte Sydneys in einem weiten Bogen wieder auf das Meer hinaus und in einem zweiten Anlauf geht dann alles glatt. Wir werden informiert, dass es wohl eine etwas ungünstige Windsituation beim ersten Versuch gab und sie deshalb die Landung abgebrochen haben.
So sind wir zwar mit etwas Verspätung, aber sicher am nächsten Zwischenstopp angekommen. Im Flughafen Sydney haben wir dann knapp eineinhalb Stunden, bevor es wieder losgeht. Das Boarding in Sydney ist recht schlecht organisiert – ich erinnere mich, dass das früher auch schon so war. Dann aber geht es auf die letzte Flugetappe in zweieinhalb Stunden „across the ditch“. Es wird ein zweites Frühstück serviert, bevor die Westküste Neuseelands vor uns auftaucht. Die letzten Kilometer vor Christchurch ist der Himmel dann nicht nur über uns blau, sondern auch der Blick nach unten frei. Bei Sonnenschein und angenehmen 20° kommen wir an.

Viertes Update: Der Igel ist gelandet. Mit 20 Minuten Verspätung landen wir in Christchurch. Vorab habe ich neben dem NZETA – der Einreiseaubnis und gewissermaßen ein Visumsersatz – auch die NZTD, die New Zealand Travel Declaration, ausgefüllt. Das kann man immer erst ab 24 Stunden vor dem Abflug für die erste Teilstrecke tun und geht auch elektronisch per Web oder App. Dort muss man dann beispielsweise angeben, ob man vorbestraft ist oder schon einmal eines Landes verwiesen wurde, aber auch, ob man irgendwelche Dinge im Gepäck hat, die verboten oder gefährlich sind. Zu letzterem gehören unter anderem auch Wanderschuhe und Campingausrüstung, über die man Samen oder Schädlinge ins Land bringen kann. Auf diese Weise hat vermutlich ein Angler vor gut 20 Jahren Didymo mit seinem Angelzeug eingeschleppt – eine Alge, die sich seitdem in vielen Flüssen Neuseelands verbreitet hat. Entsprechend vorsichtig ist man, dass nicht noch weitere Schädlinge eingeschleppt werden.
Nach der Passkontrolle geht es für mich daher in die Schlange zu „Something to Declare“, wo ich dann bald von einer Mitarbeiterin der Biosecurity Control befragt werde, was ich im Einzelnen dabei habe und in welchem Zustand meine Sachen sind. Meine Auskünfte sind offenbar glaubwürdig und so bekomme ich ohne weitere Überprüfung einen grünen Schein ausgehändigt. Das kann auch anders gehen: Vor einigen Jahren bin ich mal zu einer Stichprobe ausgewählt worden und durfte mein komplettes Gepäck auspacken, das Stück für Stück ausgiebig untersucht wurde. Mit dem grünen Schein geht es dann zum Gepäckband, wo kurz darauf meine Sachen erscheinen, so dass ich mit ihnen auf dem grünen Weg den Einreisebereich verlassen kann.
So bin ich dann recht schnell in der Ankunftshalle, wo ich auf Adrian warte, der kurz darauf erscheint – er musste über den gelben Weg, bei dem einzelne seiner Gegenstände untersucht wurden. Draußen werden wir von Sonnenschein und 20° begrüßt. Ich bin wieder da!
