Ein letzter Tag in Christchurch
Der heutige Bericht fällt etwas kürzer aus, denn dieser Tag war zum guten Teil organisatorisch geprägt. Mein Frühstück nehme ich bei C1 Espresso zu mir, das sich im ehemaligen High Street Post Office befindet. Neben der Tatsache, dass es hier guten Kaffee gibt (das Frühstück ist ok, war im Beat Street Cafe aber besser), gibt es eine Besonderheit: Unter der Decke und an den Wänden ist noch die alte Rohrpost-Anlage installiert und manche Gerichte werden über diese an die Tische transportiert. Danach fahre ich mit dem Bus wieder in Richtung Flughafen, in dessen Nähe sich die ganzen Autovermietungen befinden. Von der Bushaltestelle sind es etwa 10 Minuten Fußweg bis dorthin. Dort nehme ich mein Auto in Empfang, was komplett ohne Menschenkontakt vor sich geht: Ich habe per Mail den Stellplatz des Wagens mitgeteilt bekommen sowie den Code für das Fach, in dem ich den Schlüssel finde.

Wenige Minuten später sitze ich so bereits im Auto und es kann losgehen – aber noch nicht mit der Tour, denn ich bleibe noch eine Nacht im Foley Towers. Zunächst fahre ich nach Hornby, einem Vorort von Christchurch, in dem es mehrere große Einkaufszentren gibt, darunter eine mit Filialen von Kathmandu und Icebreaker, zwei neuseeländischen Outdoor-Marken. Letztere ist auch bei uns recht bekannt und erhältlich; erstere kennt, wer neuseeländische Athleten bei den Winterspielen gesehen hat. Im Anschluss an den Einkauf fahre ich zurück ins Hostel, wo ich den Wagen abstelle und mir erst einmal in Ruhe ansehe. Die ersten Dinge aus meinem Zimmer bringe ich ebenfalls schon ins Auto und versuche dabei, alles halbwegs sinnvoll so unterzubringen, dass ich die Dinge wiederfinde, ohne das ganze Auto durchsuchen zu müssen.

Danach mache ich mich erneut auf einen Weg in die Stadt und mache auch da noch einige Erledigungen und bummle noch durch Ecken, in denen ich vorher noch nicht war. So vergeht der Tag mit lauter nicht weiter bemerkenswerten Dingen. Zum Abendessen besuche ich „The Church Pub“ unweit vom Cathedral Square. Auch diese Kirche war nach den Beben vom Abriss bedroht, ist dann aber von einem Investor gekauft worden, der darin einen Pub eingerichtet hat. Als ich ankomme, gibt es Live-Musik – der Gitarrist und Sänger hat unter anderem etliche neuseeländische Songs im Repertoire. Ich setze mich zu einem Paar an den Tisch, mit dem ich mich den ganzen Abend sehr nett unterhalte – Tanya und Charles aus Queensland, Australien.
