Erfreulicherweise lag die Wettervorhersage daneben. Das Hostel liegt zwar im Nebel, aber schon nach kurzer Fahrt mit dem Shuttlebus, der uns an den Start der Wanderung bringt, lugt die Sonne hervor und auch die Gipfel der drei Vulkane sind wolkenfrei.

Ich habe keine Ahnung, wie viele Leute hier heute auf diese Tour gehen – aber wer Einsamkeit sucht, ist hier fehl am Platze. In einer riesigen Karawane (ohne Kamele) ziehen wir alle gen Osten, der Sonne entgegen, die sich hier am Startpunkt noch nicht zeigt, sondern in den Wolken versteckt. Der Mount Ruapehu südlich von uns sowie die Hochebene in unserem Rücken liegen unter blauem Himmel.

In Mangetepopo Valley

In Mangetepopo Valley

Nach etwa einer Stunde erreichen wir die steile Wand, die es nun in Serpentinen empor geht. Während des Aufstiegs wird das Wetter immer besser und auch von innen wird mir wärmer, so dass ich mich meiner Jacke entledige. Oben angekommen stehe ich im ersten Krater, den es nun zu durchwandern gilt. Den Abstecher auf den Gipfel des Mount Ngauruhoe mache ich lieber nicht, denn erstens ist der sehr anstrengend und zweitens setzen sich nun Wolken unterhalb des Gipfels fest.

South Crater and Mount Ngauruhoe

South Crater and Mount Ngauruhoe

Am Ende des Kraters folgt der zweite Anstieg auf den Kamm, der mehrere Krater trennt. Von hier oben gibt es schöne Ausblicke auf den gerade besuchten Krater, aber auch weiter in die anderen. Dort oben geht ganz ordentlich der Wind, so dass nun wieder Jacke angesagt ist – zumal mittlerweile doch auch so einige Wolken unterwegs sind.

Emerald Lakes

Emerald Lakes

Am Ende des Kamms folgt dann der grandiose Ausblick auf die Emerald Lakes, drei kleine heiße Seen in unwirklicher Farbe. Außerdem steigt hier an zahlreichen Stellen Schwefeldampf auf, so dass es gar nicht mal so gut riecht. Durch Geröll geht es steil bergab bis zu diesen Seen, die zu einer Pause einladen. Ich lege den Abstieg im Laufschritt zurück, wie ich das seinerzeit im Mathe-Leistungskurs gelernt habe (genauer gesagt beim Abstieg von der Schesaplana bei der Kursfahrt). Mein Knie macht das alles erfreulich gut mit.

The Long and Winding Descent

The Long and Winding Descent

Nach einem kurzen weiteren Anstieg geht es dann einigermaßen ereignisarm auf den langen Weg zum Endpunkt der Wanderung. Dies ist der einzige Teil der Tour, den ich nicht so interessant finde. Am Ende angekommen steht schon der Bus für die Rückfahrt bereit und danach freue ich mich auf die Dusche.

1 Comment

  1. Thomas G
    March 2, 2016

    2.3.16 16.30 MEZ: weißer Rauch steigt aus dem Türmchen des ESG auf und wird zur großen weißen Wolke, die nach NZL fliegt …

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