Author: Harald
Hamilton
Die letzte Etappe war ja fast schon ein Katzensprung. Mit einem Fühstück, der letzten Folge Broadchurch und einem Nickerchen vergeht die Zeit im Flug. Schon an Bord des Flugzeugs wurden uns die Immigrationskarten in die Hand gedrückt, in die ich natürlich ordnungsgemäß eingetragen habe, dass ich Camping-Equipment und Wanderschuhe dabei habe. Nachdem ich durch die Immigration durch bin und mein Visum in den Pass gestempelt bekommen habe, begebe ich mich zum Gepäckband, wo ich sofort meinen Kram sehe. Damit gehe ich dann zur Biosecurity Control, wo mein Zelt genauestens untersucht wird. Auch das geht aber sehr schnell, so dass ich mich zur i-Site begeben kann. Von dort rufe ich den Autovermieter an, der mich 15 Minuten später auch schon einsammelt. Mit dem Verlassen des Flughafengebäudes bin ich nicht nur in Auckland, sondern auch im Sommer angekommen – es sind an die 30 Grad.
Melbourne
Der längste Abschnitt der Reise liegt nun auch hinter mir. So ein A380 ist schon ganz schön riesig, aber durchaus angenehm. Die obere Etage konnte ich leider nicht besichtigen – die Klassen dort oben werden von uns Reisenden im Unterdeck getrennt gehalten.

Der Flug war recht ereignislos, so dass ich gut schlafen konnte. Die Verpflegung war wie üblich bei Emirates gut: Zwischen Abendessen und Frühstück wurde noch ein Snack gereicht, außerdem gab es Obst und Getränke. Und bei Broadchurch bin ich bis in die Mitte der letzten Folge der zweiten Staffel vorgedrungen – den Schluss werde ich dann gleich auf dem Weiterflug nach Auckland schauen.
Der Flughafen hier in Melbourne scheint mir ziemlich uninteressant, dagegen ist der von Sydney richtig gut mit Geschäften ausgestattet.
Dubai
Der erste Abschnitt liegt hinter mir. Das Boarding begann später als geplant und dann musste die Maschine noch enteist werden. Nach einem Roast Chicken Filet, drei Folgen Broadchurch, Season 2, und einer Mütze Schlaf bin ich in Dubai angekommen.
Hier hat es leckere 25 Grad (um 6:30 Uhr morgens), wovon man im klimatisierten Flughafen natürlich nicht so viel merkt. Aber auch hier drin braucht man keinen Pullover. Gerade löse ich meinen Frühstücksgutschein ein, denn im Flugzeug gab es keines – wohl um uns etwas mehr Schlaf zu gönnen, da wir ja mitten in der Nacht unterwegs waren.
Von den B-Gates bin ich nun in den neuen A-Flügel des Flughafens gewechselt, was wieder mit einer kurzen Bahnfahrt verbunden war. Dieser Flügel ist ausschließlich für die A380-Flotte von Emirates und ihren Partnern gebaut worden – und das in sehr kurzer Zeit, was man dem Gebäude aber nicht anmerkt.

Um 10:15 soll der Flug nach Melbourne abheben. Diese Nachricht verdankt ihr übrigens unter anderem dem für eine Stunde kostenlosen WiFi-Netz des Flughafens.
Auf geht’s: The Taste of Dusseldorf still on my lips
In angenehmen zwei Stunden bringt mich der Regionalexpress zum Flughafen Düsseldorf. Vom dortigen Bahnhof geht es in einer Art Schwebebahn zum Terminal C – sie sollten mal ins nahe Wuppertal schauen, wie Schwebebahn richtig geht 🙂

Im Terminal selber ist sehr wenig los, so dass ich ganz flott einchecken kann. Wie üblich wird mein Gepäck bis Auckland durchgehend eingecheckt. Ich erhalte neben den Bordkarten für beide Flüge netterweise noch einen Gutschein für eine Mahlzeit im Flughafen Dubai – mal schauen, was ich dort bekomme.

Ich genehmige mir noch einen Kaffee, zu dem der Flughafen-Pianist “As Time Goes By” spielt. Dann begebe ich mich zur Sicherheitskontrolle, wo auch sehr wenig Betrieb ist und daher wieder alles sehr schnell erledigt ist. Nun warte ich an meinem Gate auf das Boarding, währen draußen schon das Flugzeug mit Gepäck gefüttert wird.
Eine neue Flagge?
Seit Jahrzehnten wird in unregelmäßigen Abständen diskutiert, ob die seit dem 19. Jahrhundert zunächst inoffizielle und dann seit 1902 offizielle Flagge Neuseelands durch eine andere ersetzt werden soll. Die derzeitige Flagge zeigt auf blauem Grund im linken oberen Viertel den Union Jack – als Symbol, dass Neuseeland einst britische Kolonie war und sich auch heute noch dem Vereinigten Königreich verbunden fühlt – sowie in der rechten Hälfte vier rote Sterne mit weißem Rahmen in der Konstellation des Kreuz des Südens als Symbol für die geographische Lage.

Von Befürwortern einer neuen Flagge wird unter anderem argumentiert, dass die jetzige Flagge die (immerhin bereits seit über 60 Jahren bestehende) Unabhängigkeit des Landes nicht widerspiegelt und dass sie ausschließlich den weißen, insbesondere den aus Großbritannien eingewanderten Teil der Bevölkerung, nicht aber die Māori und andere ethnische Gruppierungen repräsentiert. Dass die Flagge außerdem der von Australien recht ähnlich ist (und auch bei offiziellen Anlässen in anderen Ländern gerne mal verwechselt wird), spricht aus Sicht nicht weniger Neuseeländer ebenfalls gegen diese Flagge.
Aber auch eine neue Flagge ist nicht unumstritten, beispielsweise weil ein Flaggenwechsel einen Bruch mit der Vergangenheit darstellen würde und mit hohen Kosten verbunden wäre. Und außerdem müsste man sich auf eine neue Flagge ja auch noch einigen.
John Key, Neuseelands Premierminister seit 2008, kündigte vor zwei Jahren an, dass noch während der laufenden Legislaturperiode ein Referendum über die Beibehaltung der alten oder die Einführung einer neuen Flagge durchgeführt werden soll. In einer ersten Abstimmung im letzten (neuseeländischen) Frühling wurden fünf Entwürfe zur Wahl gestellt. Der Gewinnerentwurf wird nun gegen die bisherige Flagge antreten. Am 24. März, also noch während meiner Reise, wird das zweite, bindende Referendum stattfinden. Es könnte also sein, dass ich einen Flaggenwechsel mit erlebe. Die Hochrechnungen sprechen allerdings dagegen; danach sind etwa zwei Drittel der Abstimmungsberechtigten für die Beibehaltung der Flagge.
Weitere Informationen zum Referendum und den Entwürfen gibt es auf der Regierungsseite The NZ flag — your chance to decide.
