Coastal Otago
Chasing Waterfalls
Heute zieht das nächste Tiefdruckgebiet über die Südinsel. Bereits in der Nacht pfiff der Wind kräftig um das Haus. Der Himmel ist vollständig bewölkt und für später am Tag ist Regen angesagt. Da ich mich heute im Hinterland aufhalten will, wo die Wälder dicht sind, hoffe ich, dass mich Wind und Regen nicht wirklich stören, sofern letzterer nicht zu stark ist. Die Fahrt geht heute ein wenig zurück in die Richtung, aus der ich gestern kam.
(more…)Drei Strände
Der heutige Tag führt mich weiter entlang der Ostküste in den Süden. Mein erstes Ziel für heute ist Moeraki mit seinen berühmten Bolders: Etliche Steinkugeln mit einem Durchmesser von bis zu eineinhalb Metern liegen dort am Strand herum – und weitere sind noch in den Dünen verborgen, wie man an einer Stelle sehen kann, wo ein Sandrutsch vor kurzem eine weitere Kugel enthüllt hat. Üblicherweise wird geraten, dass man dort bei Ebbe sein soll. Nun ist es gerade gut eine Stunde nach der Flut und das erweist sich als durchaus fotogen. Zum einen laufen nicht so viele Leute zwischen den Kugeln herum, weil sie zu guten Teilen im Wasser liegen, zum anderen umspielen und umspülen die Wellen die Steine ganz ansehnlich.
(more…)Auf der Straße nach Süden
Heute beginnt nun die Reise in den Süden der Südinsel. Die Fahrt von Christchurch aus über den Highway 1 – eher mit einer Bundesstraße vergleichbar als mit einer Autobahn – ist nicht sonderlich spannend. Und das liegt nicht nur daran, dass ich diese Strecke schon kenne, sondern an der Landschaft: Die Canterbury Plains sind erstens flach wie der Name nahelegt und zweitens praktisch komplett landwirtschaftliche Nutzfläche.
(more…)Catlins
Mein Tag in den Catlins beginnt mit der Anfahrt über Balclutha, von wo aus ich als erstes den Nugget Point ansteuere. Dort ist das Wetter nicht ganz berauschend, dafür bieten die Wellen ein beeindruckendes Schauspiel. Da die nächste Regenwolke heran rauscht, bleibe ich aber nicht lange und fahre schon bald weiter zu meinem nächsten Stopp, der Cannibal Bay. Dort liegt nur wenige Meter vom Zugang zum Strand entfernt ein junger Seelöwe im Sand. Als ich gerade an ihm vorbei bin, sehe ich, dass dem Wasser gerade ein weiterer, dieses Mal ein erwachsener männlicher Seelöwe entsteigt – genauer gesagt lässt er sich Welle um Welle näher an den Strand spülen. Als er schließlich auf dem Strand liegt, macht er sich auf den mühsamen Weg in Richtung Dünen. Nach jeweils etwa 10 Metern legt er jedes Mal ein kleines Ruhepäuschen ein, bevor er weiter wandert. Nach einiger Zeit erreicht er schließlich die Dünen, wo er nun ein wenig kettern muss, was ihm erstaunlich gut gelingt – auch danach ist erst einmal wieder ein Päuschen für ihn nötig, bevor er dann ganz hinter den grasigen Hügeln verschwindet. Ich gehe noch ein wenig weiter am Strand entlang, wo ich noch ein Gruppe von drei Seelöwen sehe – damit sind hier derzeit mehr Seelöwen als Menschen am Strand. (more…)
Otago Peninsula
Der heutige Tag besteht aus einem Ausflug auf die Otago Peninsula, die Dunedin vorgelagerte Halbinsel. Über die High Cliff Road geht es erst am Innenrand des uralten, längst erloschenen Vulkankraters entlang, der nun die Bucht bildet, an deren Ende Dunedin liegt. Dann wechselt die Straße auf die Außenseite mit herrlichen Blicken auf den Pazifischen Ozean und schon bald erreiche ich den Wegweiser zur Sandfly Bay, meinen ersten Stopp für die Tour. Hier gibt es zwar wieder einen Unterstand, von dem man aus theoretisch Yellow-Eyed Penguins beobachten könnte – aber dafür ist es wieder zu früh. Dafür ist aber auf die Fur Seals Verlass, von denen eine Gruppe am fernen Ende der Bucht in der Sonne auf dem Strand und den Felsen döst. Der anschließende Anstieg auf die Dünen, um wieder zurück zum Parkplatz zu gelangen, ist ganz nett anstrengend, da ich im losen Sand immer wieder zurück rutsche – für zwei Schritte aufwärts geht es einen abwärts. (more…)

