Fiordland
The End of a Journey
Bereits gestern abend habe ich den größten Teil meiner Klamotten gepackt, da es heute recht früh auf die Rückreise geht. Zum letzten Mal für diese Reise checke ich aus dem YHA in Te Anau aus und begebe mich zum Bus, der um 8 Uhr losfährt. Über Gore geht es mit einem Zwischenstopp bei einem Tearoom in Peggydale nach Dunedin und von dort mit einem weiteren Stopp in Oamaru – viereinhalb Wochen nach meinem letzten Besuch hier – nach Christchurch, wo wir um kurz vor sieben abends ankommen.
Milford Sound
Heute soll es nun quasi zum Abschluss eine Rundfahrt auf dem Milford Sound geben. Und die natürlich mit Red Boat – wer nicht weiß warum, muss aufmerksam im Forum recherchieren… Das Wetter sieht auf den ersten Blick etwas enttäuschend aus, aber nur auf den ersten. Über einer dünnen Wolkendecke, die sich über den Fjord gelegt hat, ist ein strahlend blauer Himmel zu erahnen. Als ich noch am Steg stehe, zeigt sich der Mitre Peak und lugt durch die Wolken hervor.
Milford Track: The Final Miles
Der Hüttenwart hatte uns gestern abend noch gebeten, auf keinen Fall vor halb neun loszugehen. Zu dieser Zeit bekäme er den Wetterbericht und hätte auch den Weg ein Stück weiter talabwärts überprüft, wo es eine kritische Stelle gäbe. Die gestrige Vorhersage hatte nämlich von »heavy rain« gesprochen, was bedeuten könnte, dass ein Teil des Wegs überschwemmt würde und wir mit dem Hubschrauber über diese Stelle hinwegtransportiert werden müssten. Aber am Morgen gibt es grünes Licht.
Milford Track: Some More Rain
Der Regen des gestrigen Tags war eigentlich noch nicht besonders kräftig. Heute dafür gibt das Fiordland etwas mehr von seinen Qualitäten preis – auch wenn wir am Abend vom Hut Warden erfahren werden, dass das, was wir hier erlebt haben, noch bei weitem nicht in die Kategorie »heavy rain« fällt. Aber nass genug ist es auf jeden Fall, und zwar so nass, dass ich die Kamera den ganzen Tag über nicht heraus holen werde.
Milford Track: A Wee Bit of Rain
Die Vorhersage hatte leider recht: Es gibt Regen, und zwar nicht zu knapp. Die Kamera verstaue ich erstmal im Rucksack, denn wirklich gute Fotos lassen sich bei dem Wetter nicht machen, und so bleibt die Ausrüstung wenigstens trocken. Der Weg führt weiter am Clinton River entlang und steigt zunächst gemächlich an. Immer wieder gibt es Eckchen, an denen man schöne Ausblick haben könnte, aber leider verstecken sich die umliegenden Berge hinter den tief hängenden Wolken.
