New Zealand
Catlins, Teil 2
Heute geht es als erstes zu zwei Nicht-Sehenswürdigkeiten – ich war schon informiert, dass man diese beiden Dinge ruhigen Gewissens auslassen kann, da sie wirklich nicht spannend sind.
Weil der südlichste Punkt des Mainland von Neuseeland quasi um die Ecke liegt, mache ich als erstes einen Abstecher zum Slope Point. Erstaunlicherweise sind dort noch mindestens 10 weitere Leute, darunter ein Informatik-Professor aus Wellington, der seine australischen Freunde durch das Land führt. Ein kleiner Spaziergang über eine Wiese führt zu den Klippen. Aber wie das mit diesen Extrempunkten oft so ist: Außer viel Wasser gibt es nicht allzuviel zu sehen. Ich sollte vielleicht nicht unterschlagen, dass es noch einen »formschönen« Signalturm gibt. Und dann ist da noch der obligatorische Wegweiser, der den Besuchern mitteilt, dass der Äquator gut 5100 km entfernt ist, der Südpol hingegen nur gut 4800 km. Außer zur Überprüfung der Genauigkeit des GPS (wenn man denn einen Empfänger dabei hat) braucht man diesen wirklich nicht bemerkenswerten Ort also kaum zu besuchen.
Catlins, Teil 1
Von Dunedin aus geht es südwärts in eine Gegend, die ich noch gar nicht kenne. Die Catlins sind eine vergleichsweise wenig besuchte Region, da sie etwas abseits der üblichen Touristenrouten liegen. Ich habe sie bisher immer links liegen gelassen, weil sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schlecht erreichbar sind bzw. man dort ohne eigenes Fahrzeug nicht die Orte ansteuern kann, die einen interessieren. Dank der Tipps der Catlins-Experten Tina und Frank habe ich einen recht umfangreichen Plan, was ich alles sehen möchte.
Bis Balclutha fahre ich zunächst noch auf dem SH 1, dann geht es auf die Southern Scenic Route, der ich im Wesentlichen entlang der Südküste der Südinsel ab nun folgen werde. Der erste Abstecher führt mich zum Nugget Point, wo ein Leuchtturm hoch über der imposanten Steilküste thront. Weiter geht es von dort zur Cannibal Bay, wo ich keine der Namensgeber antreffe, dafür aber zwei Pelzrobben. Seelöwen sind leider gerade keine anwesend. Einen Abstecher zur nahe gelegenen Surat Bay lasse ich aus.
Otago Peninsula
Am heutigen Tag will ich meine erste Lücke in Neuseeland füllen. Zwar war ich vor 15 Jahren schon einmal in Dunedin, aber damals habe ich es nicht bis auf die Otago Peninsula, die Halbinsel vor Dunedins Küste, geschafft. Da ich dieses Mal nun mit dem Auto unterwegs bin, kann ich auch die abgelegeneren Ecken besuchen und mir so viel Zeit nehmen wie ich möchte. Benny fühlt sich nicht ganz wohl; daher begleitet mich Anne auf dieser Tour. Das Wetter ist leider etwas trübe.
Ein Stück Ostküste
Nach dem Frühstück geht es auch schon los in Richtung Süden: Mehr oder weniger direkt an der Ostküste fahre ich auf auf dem SH 1 mit einigen Zwischenstopps nach Dunedin. Der größte Teil dieser Strecke ist nicht sonderlich spannend; es gibt schönere Gegenden in Neuseeland.
Christchurch
In Christchurch angekommen, rufe ich als erstes die Autovermietung an. Man teilt mir mit, wo ich in wenigen Minuten abgeholt werden soll, was dann auch passiert. Nach Erledigung des Formalkrams verlasse ich mit dem Auto den Hof des Vermieters und stelle fest, dass auch nach 500 Metern die Warnlampe für den Airbag noch leuchtet. Ob nun der Sensor für die Lampe oder der Airbag einen Defekt hat, möchte ich lieber nicht ausprobieren und kehre daher zur Autovermietung zurück. Zum Glück haben sie noch einen anderen Wagen da, der allerdings noch nicht gereinigt wurde. Ein Blick in den Wagen zeigt aber, dass der so sauber ist, dass mich das nicht stört.

