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Downtown Dubai
Nachdem ich mir ein üppiges Frühstück im Hotel gegönnt habe, überrascht mich am heutigen Freitag die Metro: vormittags fährt sie an diesem Tag nicht. Anscheinend ist man am Freitag Vormittag entweder in der Moschee oder in der Shopping Mall, denn auch auf den Straßen ist recht wenig los.
Gleich gegenüber von meinem Hotel ist das Deira City Centre, eine eher kleine Mall für hiesige Verhältnisse, die mir aber schon einen ersten Vorgeschmack auf das gibt, was mich heute unter anderem erwartet. Denn heute will ich mir den neuen Teil Dubais, die so genannte Downtown, anschauen. Diese ist in den letzten Jahren entlang der Sheikh Zayed Road entstanden, die weniger den Charme einer Innenstadtstraße als den einer Autobahn verbreitet: In jeder Richtung hat sie bis zu sechs Spuren, dazu kommen rechts und links noch Zubringerstraßen. Fußgänger findet man hier nur auf den Wegen zwischen Malls und den Metro-Stationen.
Dubai
Nach einer Dusche mache ich mich auf Erkundungstour. Der erste Weg führt mich zur Bank, wo ich ein wenig Bargeld am Automaten beschaffen möchte. Allerdings zeigt sich, dass entgegen der Aussage meiner Bankexperten, bei denen ich ausdrücklich nachgefragt hatte, meine EC-Karte – die seit letztem Jahr kein Maestro-Zeichen mehr trägt – nicht dazu taugt, an einem Automaten in Dubai Geld abzuheben (ebenso wenig wird mir das später in Neuseeland gelingen). Zum Glück aber lässt sich in Dubai alles mit Kreditkarte bezahlen, egal wie gering der Betrag ist.
In den ersten Stunden erschließt sich Dubai mir noch nicht – aber es ist ja auch noch früher Morgen und daher bin ich an vielen Stellen eher alleine unterwegs. In weiten Teilen bestehen das alte Dubai direkt südlich des Creeks sowie Deira auf der gegenüber liegenden Seite, wo sich mein Hotel befindet, aus modernen Gebäuden. Wenn hier etwas als historisch bezeichnet wird, stammt es aus dem frühen 20. Jahrhundert. Und selbst diese Gebäude sind fast immer Rekonstruktionen, weil man ab 1970 praktisch alles mit Betonhäusern überbaut hat. Erst in den letzten Jahren scheint man sich des Werts dieser Wurzeln Dubais bewusst zu werden und hat begonnen, sie zu restaurieren bzw. neu aufzubauen.
Frankfurt – Dubai
Es geht wieder los. Am Tag vor der Abreise begebe ich mich zum Bahnhof, um zu schauen, ob ich es auch wirklich schaffe, mein Rail&Fly-Ticket zu beschaffen. Dazu habe ich vom Reisebüro (auch für die Rückfahrt) einen Code bekommen, mit dem ich am Automaten meine Fahrkarte abholen können soll – was auch tatsächlich funktioniert. Damit steht dann der Anreise nach Frankfurt nichts mehr im Weg.
Der Plan für die ersten drei Wochen
Der erste Teil der Reise nimmt allmählich Formen an – zumindest vom Plan her. Ich habe nun vor, nach zwei Nächten in Christchurch mit einem Mietwagen in Richtung Dunedin aufzubrechen und dann über die Southern Scenic Route durch die Catlins über Invercargill bis Te Anau zu fahren. Nach einem Ausflug über die Milford Road – um dort einmal in Ruhe diverse Stopps einzulegen, nachdem ich diese Strecke in Teilen oder als Ganzes ja schon ein paar Mal im Bus zurücklegt habe – geht es dann nach Queenstown, wo ich den Wagen abgeben werde. Nun muss ich noch ein geeignetes Angebot für einen Mietwagen finden.
Um von dort aus wieder in Richtung Fiordland zu kommen, gibt es verschiedene Alternativen. Ich habe mich erneut für den Routeburn Track entschieden, auch wenn sich das Erlebnis und das Wetter vom letzten Mal kaum toppen lassen. Aber die Wanderung ist einfach zu schön, als dass man es bei einem einzigen Mal belassen sollte. Die Alternativen Caples und Greenstone Track habe ich noch nicht aus dem Auge verloren.
Den Routeburn habe ich nun vom 1. bis 3. März mit Übernachtungen in der Routeburn Falls und der Lake Mackenzie Hut gebucht. Von der Divide aus, dem Ende des Tracks werde ich dann nach Te Anau weiterreisen. Den Transport dafür muss ich noch organisieren und mir überlegen, ob ich Teile meines Gepäcks vorab in Te Anau lasse oder irgendwie von Queenstown aus dort hin senden kann.
Bis zum Milford Track habe ich dann fünf Tage Zeit. Statt nach Te Anau zu fahren, könnte ich auch Caples und Greenstone »back to back« an den Routeburn anhängen. Das würde vermutlich drei Tage zusätzlich dauern. Alternativ könnte ich nach einem Ruhetag zum dritten Mal den Kepler Track gehen. Auch da lässt sich die Wanderung von 2008 kaum noch übertreffen, dennoch bin ich nicht abgeneigt. Aber diese Entscheidungen muss ich so bald noch nicht treffen.
Milford Track ab dem 9. März
Der erste Fixpunkt ist festgelegt: Ab dem 9. März geht es auf den Milford Track. Nachdem ich dort im März 2008 ziemlich schlechtes Wetter, aber dennoch eine großartige Wanderung erlebt habe, war mir klar, dass ich früher oder später einen weiteren Versuch starten würde.
Dieses Mal nehme ich den Vormittagsbus von Te Anau aus und entsprechend auch das frühere Boot von Te Anau Downs zur Glade Wharf, dem Startpunkt des Milford Track. Der Streckenabschnitt bis zur ersten Hütte ist sehr kurz und es reicht eigentlich völlig aus, erst am Nachmittag zu starten. Aber ich hoffe, die dann reichliche Zeit mit ein paar netten Fotos füllen zu können. In drei Tagen führt die Wanderung dann bis zum Sandfly Point, der – wie ich beim letzten Mal feststellen konnte – seinen Namen absolut zu recht trägt. Von dort habe ich dann das spätere Boot gebucht – wieder in der Hoffnung in der etwas reichlicheren Zeit gute Fotos schießen zu können.
Anschließend werde ich dann wohl wieder eine Nacht in Milford Sound verbringen und eine Bootstour mitmachen, bevor es dann am 13. März zurück nach Te Anau geht.

